Max Uthoff


Ich bin irgendwann geboren und von da ab...

 



Portrait

Ich bin irgendwann geboren und von da ab mäanderte das Leben so vor sich hin.
Nächster Halt: Pubertät oder „Es fährt ein Zug nach Libido“.
Nach einer soliden Lehre in der staatlich geprüften Satire- Werkstatt des Münchner Rationaltheaters, weitete ich meine humoristische Ausbildung durch das Studium der Rechtswissenschaft aus.
Mein Ziel war es, die spröde Materie des Rechts satirisch zu unterwandern. Dies gelang mir im Jahre 2002. Das gesamte Rechtssystem der Republik ist seitdem durchgehend albern. Zur Strafe bekam ich das zweite Staatsexamen ausgehändigt mit der Aufforderung, mich zu trollen.
Im Jurastudium lernt man vor allem, Urteile über Dinge zu fällen, von denen man kaum etwas versteht. Von da an ist es nur ein kleiner Schritt zum Kabarett.
Seit 2007  versuche ich nun das kapitalistische System mit den Mittel der Satire aus den Angeln zu heben. Nichts weniger als eine Umwälzung, eine Revolution, an deren Ende ein gerechtes Gesellschaftssystem und Friede, Freude und Eierkuchen für alle stehen. Und ich finde, ich bin schon ein gutes Stück vorangekommen.
Meine Drohung, vielleicht doch den Beruf des Rechtsanwaltes wieder aufzunehmen, scheint die Rechtsanwaltskammer alarmiert zu haben. Diese versucht seit dem, in Zusammenarbeit mit deutschen Kulturinstitutionen, mich durch die Verleihung obskurer Kleinkunstpreise davon abzuhalten. Mal sehen, ob sie damit durch kommen.

Neues Programm: Gegendarstellung

Kitschig, weich, oberflächlich, verspielt, naiv, willfährig, schlaftrunken, larmoyant, sensibel, langsam, zärtlich, vorsichtig, melancholisch und dunkelhäutig. Dies wohl nur eine kleine Auswahl von Adjektiven die noch
nicht im Zusammenhang mit Max Uthoffs Programmen fielen.
Max Uthoff, Träger des Breiten Kreuzes und des Ordens pour la verité kommt zu Ihnen und erzählt seine
Sicht der Dinge. Von der Wucht der Behauptung, mörderischen Geschäften, gesellschaftlichem Inzest,
Drehzahlmessern, teuflischen Kreisläufen und davon, dass Menschen, die in Schubladen denken,
sich schon mal halb aufgeräumt fühlen. Nicht ganz unwahrscheinlich, dass an diesem Abend Teilnehmer
der deutschen Politik Erwähnung finden. Wie immer gilt dabei: die Sprache ist die Waffe des Pazifisten.
Und es müsste doch mit dem Teufel zugehen, wenn nicht wenigstens eines der oben genannten Adjektive
seine Premiere feiert.